Übierraschung: Biergourmets der Welt vereinigt euch!

In Sachen Bier gibt es zwischen Flensburg und Oberstdorf jede Menge zu entdecken. Es gibt überall viele winzige Brauerein, die wunderschöne Geschöpfe aus Hopfen und Malz kreieren, die aber über die Grenzen ihrer Landkreise kaum bekannt sind. Daran könnten (und sollten) wir etwas ändern. Wie wäre es mit einer kleinen #Übierraschung?

Leckere Übierraschungen zum Mitmachen.

Leckere Übierraschungen zum Mitmachen.

Deutschland, du schönes Land der drölfzigmilliarden Biere! Jeder Biergourmet, der schon einmal in einem seiner Heimat fernen Teil Deutschlands weilte und dort andächtig lächelnd einem bislang fremden Stück Braukunst frönen durfte, kennt womöglich das traurige Gefühl, zurück in der Heimat zu sein und keine Möglichkeit zu haben, sich noch einmal daran zu laben. Sicher, es gibt mittlerweile zahlreiche Onlineshops, die viele tolle Biere anbieten, aber dennoch mangelt es an allen möglichen Sorten! Ein unhaltbarer Zustand .

Mal ehrlich: Ein gutes (und wirklich köstliches) Asgaard Pils aus Schleswig dürfte südlich von Hannover kaum noch jemand kennen. Und ein leckeres Stangl Pils aus Klingenbrunn (im Bayerwald) kennt schon in Landshut kaum einer mehr. Ob nun Pils, Helles, Weißbier, Kölsch oder Gose, mit ein paar Handgriffen kann jeder Bierfreund etwas Gutes tun. Hier also meine Idee, wie man mitmachen kann. Alles, was du brauchst, sind ein paar Euro für Bier, Verpackung und Versand und ein bisschen deiner Zeit:

So übierraschst du richtig

  1. Schau auf Twitter vorbei und poste unter dem Hashtag #Übierraschung, was du deinen werten Biersommeliers anbieten könntest oder frage einfach nach einem Bier, das du dir näher bringen lassen willst oder lasse dich vollkommen übierraschen.
  2. Finde den Biertauschpartner, dem du vertraust und folge ihm.
  3. Schreibt einander eine Direktnachricht und tauscht eure Adressen aus. Der Fairness wegen solltet ihr euch auf die Menge einigen (also 0,33 L, 0,5 L; bzw. eine oder mehrere Buddeln)
  4. Kaufe das Bier deiner Wahl und verpacke es gut. Optional kannst du ja noch eine kleine Grußbotschaft dazu schreiben (handschriftlich wäre doch mal ziemlich gediegen).
  5. Versende deine Übierraschung und winke dem Postauto hinterher, das Richtung Horizont verschwindet.
  6. ???
  7. Profit!*

* Du wirst im Laufe der nächsten Zeit ein Paket erhalten, das eine Flasche Übierraschung (und möglicherweise eine gediegene handschriftliche Notiz) enthält.

Allerhöchste Zeit, deine Übierraschung zu zelebrieren. Ob du den schönen Tropfen jetzt in ein schickes Glas oder in einen traditionellen Keramikhumpen füllst, einen Napf oder Eimer bevorzugst oder ob du dein Bier direkt aus der Flasche trinkst, liegt ganz bei dir. Proste in jedem Fall in die Himmelsrichtung, aus der dir dein Bierfreund zuprostet und erfreue dich an der schönen Erfahrung. Außerdem bekommst du vom Universum 100 Karmapunkte gutgeschrieben, denn du hast vermutlich jemanden glücklich gemacht.

Noch etwas

Ich habe hier ignoranterweise nur von Deutschland geschrieben, aber ich vermute mal stark, dass auch Österreich und die Schweiz viele tolle Übierraschungen zu bieten haben. Das weiß ich aber nicht sicher, da ich noch nie in der Schweiz war und noch nie großartig in Österreich rumgekommen bin.

Wie kommt der Herr V. eigentlich auf so einen Kappes?

Ich habe so etwas schon einmal mit dem @KaeptnEMO gemacht. Wir beide fühlten uns sehr übierrascht, prosteten uns aus der Ferne zu und tranken andächtig aus hunderten Kilometern Entfernung ein Bier zusammen. Das war ein schönes Erlebnis. Neulich habe ich daran zurückgedacht und dann kam mir die Idee, das mal etwas auszuweiten (und der blöde Wortwitz kam gratis mit der Idee – sorry dafür!).

Disclaimer


Das alles geht natürlich nur mit Leuten, denen man vertraut. Ich liefere hier nur die Idee und den bescheuerten Hashtag und freue mich, wenn ich damit ein paar Biersommelierkollegen animieren kann. Ich übernehme keine Haftung dafür, was mit euren Daten passiert und schon gar nicht hafte ich dafür, wenn ihr statt einer Übierraschung den Inhalt eines Katzenklos oder – noch schlimmer – gar nichts bekommt. Für so etwas gäbe es übrigens ein ziemliches fettes Minus auf dem Karmakonto

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